9. November. „Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um“ - ganz so schlimm wird es zwar hoffentlich nicht, aber seit gestern darf ich mich offiziell in Gefahr begeben: Mein Arzt hat mir die für die Antarktis-Reise „erforderliche Gesundheitserklärung“ unterzeichnet. Denn die Expedition führt an Orte, „die sich weitab von medizinischen Einrichtungen befinden“, wie es so schön im entsprechenden Formular heißt - und man will ja kein „unverhältnismäßiges Gesundheitsrisiko“ eingehen, weder für sich noch für andere.
Ohne entsprechendes Attest dürfen Passagiere deswegen auch „nicht an Bord kommen“. Ein Freibrief ist die hausärztliche (natürlich privat zu zahlende) Reisetauglichkeitsbestätigung dennoch nicht, denn Schiffsarzt und Kapitän behalten sich vor, „Gästen den Zutritt zum Schiff zu verweigern, die für die Reise gesundheitlich untauglich erscheinen.“

Das scheint auf mich glücklicherweise nicht zuzutreffen. Mein allgemeiner Gesundheitszustand und die körperliche Kondition wurden von meinem Arzt als „exzellent“ eingestuft. Sehr schmeichelhaft, allerdings etwas übertrieben, wie ich finde. Ich selbst habe mir daher bei meiner persönlichen Einschätzung, bescheiden wie ich bin, nur ein „gut“ gegeben.
Damit ich nicht doch noch im letzten Moment an der „Tür“ abgewiesen werde, habe ich mir für die nächsten Wochen nun vorgenommen, keine unnötigen Risiken einzugehen. Also kein Bungeejumpen, Rafting oder dergleichen. Um das tägliche Fahren in der U6 und die Kantinenmahlzeiten komme ich allerdings weiterhin nur schwer herum ...
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