Ich packe meinen Rucksack

27. November. Was packe ich ein? Die Frage beschäftigt mich nun schon seit Wochen. Warme Socken und lange Unterhosen, ist klar. Mir geht es allerdings in erster Linie um meinen Foto-Rucksack. Die Herausforderung dabei: das Gesamtgewicht. Denn alles Wichtige muss ins Handgepäck (weil teuer und zerbrechlich), und für das gibt es eben leider Auflagen der Airlines.

Klar war für mich von Anfang an, dass ich zwei Kameras (D850/D500) mitnehme. Zum einen, um ein Backup zu haben, falls es unter den widrigen Bedingungen zu Problemen kommen sollte. Zum anderen, um unter eben diesen Bedingungen nicht ständig Objektive wechseln zu müssen und damit zu riskieren, dass Staub, Salzwasser oder Pinguin-Guano ins Innere dringen. Macht also schon mal rund zwei Kilo.

Dann stellt sich die Frage nach den Objektiven. Ebenfalls klar: das 150-600-Millimeter-Tele muss mit. Plus zwei Kilo. Für alles darunter kommt das 24-70 in den Rucksack. Mit einem Kilo ist es viel zu schwer, dafür bin ich relativ flexibel. Zum Spaß dann noch das 16-mm-Fisheye, sind ja bloß 300 Gramm.

Ebenfalls mit muss das Notebook (1,2 Kilo) - fürs Tippen und um die Bilder nach jedem Tag sichern und bearbeiten zu können. Dazu natürlich Netzteile, allerlei Kabel, insgesamt vier Akkus, Speicherkarten, Kameragurt, noch eine mobile SSD als Backup fürs Backup etc.

Definitiv zu Hause bleibt - schweren Herzens - das Stativ und damit auch alle ND-Filter für etwaige Langzeitbelichtungen. Warum? Weil nach jedem Trip ans Festland aus Rücksicht auf das sensible Ökosystem alles, was Kontakt mit dem Boden hatte, gereinigt und desinfiziert werden muss, um keine Keime/Tierchen zu verschleppen.

Klingt bis jetzt noch nicht so schwer, doch dummerweise hat alleine der Rucksack über drei Kilo. Das ist auch gut so, schließlich will ich, dass alles ganz ankommt und auch vor der Meeresgischt geschützt ist, wenn es mit dem Schlauchboot an Land geht.

Das Probewiegen zeigt: Gepackt hat alles zusammen zwölf Kilogramm. Für den Transatlantikflug nach Buenos Aires ist das optimal. Um von dort allerdings nach Ushuaia zu kommen, müssten es vier Kilogramm weniger sein - ein Ding der Unmöglichkeit. Ich werde mir also beim Einchecken irgendwie die Jackentaschen vollpacken müssen - oder draufzahlen. ;)

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