28. Dezember. Es ist der letzte Tag an Bord der MS Midnatsol. Morgen geht es in Ushuaia wieder von Bord und mit dem Flugzeug zurück nach Buenos Aires – dieses Mal hoffentlich pünktlich. Ein bisschen Wehmut macht sich breit, aber auch Vorfreude auf die Liebsten zu Hause.
Den Vormittag über habe ich allerdings noch mit den Nachwehen der Drake Passage zu kämpfen. Die ganze Nacht hat es gewackelt, und auch beim Frühstück sind die Wellen noch spürbar. Nach einem Vortrag über das technische Innenleben der Midnatsol im fensterlosen Amphitheater suche ich daher erst einmal wieder mein Bett auf. Vielleicht liegt es an den Tabletten oder an den ganzen Erlebnissen der letzten Tage, aber ich fühle mich ziemlich erschlagen.
Gegen Mittag raffe ich mich dann doch auf, es ist schließlich der letzte Tag. Und laut Durchsage „segeln“ wir dank guten Wetters gerade am Kap Hoorn vorbei – laut Kapitän ein Privileg, dass nicht viele genießen dürfen. Das ganze Schiff hat sich daher nochmals auf den Außendecks versammelt, bewaffnet mit Kameras und Ferngläsern, um einen Blick auf den steilen Felsen, den Leuchtturm und die berühmte Albatros-Skulptur in der Ferne zu werfen.
Im Anschluss lausche ich einem weiteren Vortrag über die Unterwasserwelt der Antarktis, gehe dann schnell was essen, denn um 14.30 Uhr steht ein Treffen mit den „Campern“ an. Noch einmal gibt es ein Wiedersehen mit all jenen, die bekloppt genug waren, eine Nacht in der Antarktis zu zelten. Dafür gibt es erneut ein offizielles Zertifikat – ich werde viele neue Bilderrahmen brauchen, wenn ich nach Hause komme. Bei der Gelegenheit kann ich meinen Zeltnachbarn auch noch fragen, ob er mir ein Foto schicken kann, das er gemacht hat. Er war Augenzeuge jenes für mich magischen Moments, in dem mir der Pinguin gegenüberstand. Er kann:
Unmittelbar im Anschluss gibt es ein kurzfristig einberaumtes Get-Together mit Kayakguide Boo. Sie hat auch noch ein paar Fotos von den Touren mit ihr und Dave zu verteilen:
Um 16 Uhr schließlich dürfen alle Interessierten einen Blick auf die Brücke wagen. Höchst beeindruckend, das. Ich habe zwar keine Ahnung, wofür all die ganzen Monitore sind, erahne aber zumindest, wie sich Captain Kirk fühlen muss. Auf der Enterprise gibt es allerdings sicher keine analogen Land- bzw. Seekarten aus Papier, vermute ich.
Vor dem Abendessen (kaum zu glauben, aber ich habe echt Hunger) kommen noch einmal Expeditionsguides und Gäste zum großen „Recap“ der Reise inklusive abschließender „Diashow“ mit einigen der schönsten Impressionen aus den Händen der beiden Bordfotografen Espen und Dave zusammen.
Den Vormittag über habe ich allerdings noch mit den Nachwehen der Drake Passage zu kämpfen. Die ganze Nacht hat es gewackelt, und auch beim Frühstück sind die Wellen noch spürbar. Nach einem Vortrag über das technische Innenleben der Midnatsol im fensterlosen Amphitheater suche ich daher erst einmal wieder mein Bett auf. Vielleicht liegt es an den Tabletten oder an den ganzen Erlebnissen der letzten Tage, aber ich fühle mich ziemlich erschlagen.
Gegen Mittag raffe ich mich dann doch auf, es ist schließlich der letzte Tag. Und laut Durchsage „segeln“ wir dank guten Wetters gerade am Kap Hoorn vorbei – laut Kapitän ein Privileg, dass nicht viele genießen dürfen. Das ganze Schiff hat sich daher nochmals auf den Außendecks versammelt, bewaffnet mit Kameras und Ferngläsern, um einen Blick auf den steilen Felsen, den Leuchtturm und die berühmte Albatros-Skulptur in der Ferne zu werfen.
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| Kap Hoorn |
Im Anschluss lausche ich einem weiteren Vortrag über die Unterwasserwelt der Antarktis, gehe dann schnell was essen, denn um 14.30 Uhr steht ein Treffen mit den „Campern“ an. Noch einmal gibt es ein Wiedersehen mit all jenen, die bekloppt genug waren, eine Nacht in der Antarktis zu zelten. Dafür gibt es erneut ein offizielles Zertifikat – ich werde viele neue Bilderrahmen brauchen, wenn ich nach Hause komme. Bei der Gelegenheit kann ich meinen Zeltnachbarn auch noch fragen, ob er mir ein Foto schicken kann, das er gemacht hat. Er war Augenzeuge jenes für mich magischen Moments, in dem mir der Pinguin gegenüberstand. Er kann:
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| Copyright: Jan Elleflaadt |
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| Copyright: Boo B. |
Vor dem Abendessen (kaum zu glauben, aber ich habe echt Hunger) kommen noch einmal Expeditionsguides und Gäste zum großen „Recap“ der Reise inklusive abschließender „Diashow“ mit einigen der schönsten Impressionen aus den Händen der beiden Bordfotografen Espen und Dave zusammen.
Auch wir, die Schicksalsgemeinschaft, zeigen am Ende des Tages untereinander unsere Bilder her und kopieren diese fleißig von USB-Sticks auf Tablets und Notebooks – sehr zum Missfallen einer Gruppe Inder, deren bevorzugten Spiel-Tisch wir mit unseren Gerätschaften in Beschlag nehmen.
Inzwischen ist es draußen zum ersten Mal seit knapp zwei Wochen wieder halbwegs dunkel geworden. Erst um 5 Uhr wird die Sonne aufgehen. Höchste Zeit also, etwas Schlaf nachzuholen.
Inzwischen ist es draußen zum ersten Mal seit knapp zwei Wochen wieder halbwegs dunkel geworden. Erst um 5 Uhr wird die Sonne aufgehen. Höchste Zeit also, etwas Schlaf nachzuholen.
P.S.: Irgendwann im Laufe des Tages war ich noch am Außendeck, den Albatrossen und Sturmvögeln ein letztes Mal bei ihren Gleitflügen zusehen. Auf dem Rückweg stolper ich am offiziellen Aushang über das folgende Gedicht:
"Ich bin der Albatros, der am Ende der Welt auf dich wartet. Ich bin die vergessene Seele der toten Seefahrer, die über die Weltmeere kamen, das Kap Hoorn zu umschiffen. Aber sie starben nicht in den tosenden Wellen. Sie fliegen heute auf meinen Schwingen der Ewigkeit entgegenmit dem letzten Aufbrausen der antarktischen Winde."
(aus dem Spanischen von Sara Vidal)








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